Die HSG Fridingen/Mühlheim bestritt am Samstagabend vor vollem Haus und hervorragender Kulisse das Derby gegen die HSG Baar. Nach einer zunächst nicht ganz flüssigen ersten Halbzeit konnte sich die Heimmannschaft im zweiten Durchgang deutlich steigern und am Ende einen 30:21-Derbysieg (17:14) feiern.

Zu Beginn der Partie fand die Abwehr der Gastgeber noch nicht wie gewohnt griffig ins Spiel. Es fehlte an konsequenten Stoppfouls und gegenseitiger Unterstützung, wodurch die HSG Baar in dieser Phase immer wieder Siebenmeter herausholen konnte.
Bereits vorweggenommen, in der zweiten Halbzeit konnte die Mannschaft von Daniel Hipp in diesem Bereich deutlich zulegen und sich entscheidend verbessern. Dennoch zeigt die Gesamtstatistik mit fünf Zeitstrafen auf Seiten der HSG Fridingen/Mühlheim gegenüber einer auf Seiten der Gäste, dass über die gesamte Spielzeit hinweg noch zu wenig gegenseitige Unterstützung in der Defensive vorhanden war.

Ein solides Angriffsspiel sowie ein hervorragend aufgelegter David Alber im Tor hielten die HSG in dieser Phase dennoch auf Kurs. David Alber konnte gleich den ersten Siebenmeter, die Höchststrafe im Handballsport, direkt fangen. Darüber hinaus hielt er einige Rückraumwürfe fest und leitete damit immer wieder schnelle Angriffe ein.

Mit einer 17:14-Führung ging es schließlich in die Halbzeitpause. Mit der gezeigten Leistung war Trainer Daniel Hipp allerdings noch nicht zufrieden und erwartete für den zweiten Durchgang eine deutliche Steigerung.
An dieser Stelle sei erwähnt, die HSG musste an diesem Abend auf ihren privat verhinderten Kapitän Moritz Rabus sowie Linkshand-Routinier Louis Schick verzichten.

Nach dem Seitenwechsel zeigte die Heimmannschaft dann das geforderte andere Gesicht. Die Defensive agierte deutlich konsequenter und profitierte zusätzlich von einer steigenden Zahl technischer Fehler aufseiten der HSG Baar. So ließ die Donautal-HSG in der gesamten zweiten Halbzeit lediglich sieben Gegentore zu, ein entscheidender Faktor für den am Ende deutlichen Erfolg.

Auch im Angriff konnte die HSG zulegen. Durch intensiver geführte Eins-gegen-eins-Situationen wurden vermehrt Durchbrüche und Helfersituationen erzeugt, wodurch die Außenspieler immer wieder freigespielt werden konnten. Diese hatten an diesem Abend allerdings nicht ihren besten Tag und scheiterten mehrfach am Torhüter der Gäste. Dadurch ließ die HSG einige gute Möglichkeiten liegen, den Vorsprung noch deutlicher auszubauen.

Dennoch unterstrich die Mannschaft erneut ihre Geschlossenheit. Wie bereits in den vergangenen Partien konnten sich abermals alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen. Das zeigt, dass die HSG in dieser Saison Ausfälle und auch schwächere Tage einzelner Spieler auffangen kann und die Verantwortung auf viele Schultern verteilt ist.

Vor der hervorragenden heimischen Kulisse konnte die HSG Fridingen/Mühlheim das Derby letztlich souverän gestalten und zwei verdiente Punkte einfahren. Nun steht für die erste Mannschaft zunächst ein spielfreies Wochenende an, ehe mit dem nächsten Heimspiel das letzte Spiel der langen Heimspielserie bevorsteht.

 

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