Die HSG Fridingen/Mühlheim gewann das erwartet schwere
Auswärtsspiel beim TV Pfullendorf mit 32:24 (14:14). Trotz erschwerter
personeller Umstände war vor allem die Moral der Mannschaft ausschlaggebend, um
die Partie in den letzten zehn Minuten klar für sich zu entscheiden.
An diesem Wochenende machte sich erstmals die aktuell
angespannte Kadersituation deutlich bemerkbar. Auf der inzwischen langen
Verletztenliste stehen weiterhin Louis Schick, Moritz Rabbus und Jakob Hafner.
Kurzfristig kam vor dem Spiel noch Jannik Löhle hinzu, während Niklas Löhle
während der Partie nach rund 20 Minuten verletzungsbedingt nicht mehr
weiterspielen konnte. Zudem fehlten Georg Locher und Lukas Hildbrand, die bei
der zweiten Mannschaft im Einsatz waren beziehungsweise privat verhindert waren.
Dadurch konnte die Verantwortung nur eingeschränkt auf mehrere Schultern
verteilt werden.
Das Spiel begann ausgeglichen, ein Bild, das sich bis zur
50. Minute fortsetzen sollte. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend
absetzen, da beide Teams spielerisch Probleme hatten, klare Akzente zu setzen.
Besonders das gute Umschaltspiel der Pfullendorfer aus der Abwehr heraus machte
es der HSG schwer, nach eigenen Torerfolgen nicht direkt wieder den Ausgleich
zu kassieren. So ging es folgerichtig mit einem 14:14 in die Halbzeitpause. Die
zweite Hälfte sollte die Entscheidung bringen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit starteten beide Teams erneut
bei „0:0“. Allerdings war Nico Liebermann bereits mit zwei Zeitstrafen
vorbelastet. In der 44. Minute folgte der nächste Rückschlag. Mathis Fuchs sah
nach einem Foul im Tempogegenstoß die rote Karte. Damit waren die
Wechselmöglichkeiten nahezu ausgeschöpft, nachdem zuvor bereits viele Spieler
fast durchgehend auf dem Feld standen.
Ein Torhüterwechsel sowie nachlassende Kräfte auf Seiten der
Gastgeber brachten schließlich die Wende. In der Abwehr gelangen mehrere
Ballgewinne, die im Angriff nun hochprozentig genutzt wurden. Ab der 50. Minute
setzte die HSG zu einem entscheidenden 10:2-Lauf an und besiegelte damit den
Auswärtssieg.
Die Moral und der Einsatz aller eingesetzten Spieler waren
an diesem Abend überragend. Emilian Merkt wurde mit zehn Treffern
Top-Torschütze und überzeugte zudem mit ruhiger und sicherer Spielsteuerung.
Ebenfalls hervorzuheben ist Niklas Sorg, der zum richtigen Zeitpunkt sein
bislang bestes Saisonspiel für die HSG zeigte.
Im nächsten Spiel geht es in der neu renovierten
Sepp-Hipp-Sporthalle in Fridingen gegen den Tabellenführer, dort wird die
Mannschaft wieder alles in die Waagschale werfen.
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